LED statt HQL lautet die Formel zum Sparen

Bildquelle: SIH

Hemer: Der Austausch von weiteren 520 Straßenleuchten hat ökologisch und ökonomisch positive Folgen.

Wenn Bürgerinnen und Bürger in den nächsten acht Wochen an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet Hubsteiger unter Straßenlaternen entdecken und Elektriker mit Leuchten hantieren sehen, dann hat das einen äußerst positiven ökonomischen und auch ökologischen Grund: Bis Ende September werden rund 520 Laternen an 45 Haupt- und Nebenstraßen mit neuester LED-Technik ausgestattet. Mit der Umsetzung hat die Stadt Hemer den Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer (SIH) beauftragt, der mit den Arbeiten voraussichtlich am morgigen Mittwoch, 1. August, beginnen wird.

Die Umstellung von den veralteten sogenannten HQL-Leuchtmitteln (Hochdruck-Quecksilberdampflampen) auf LED-Technik ist doppelt sinn- und wertvoll. Dadurch wird eine Energieersparnis von rund 132 000 Kilowattstunden jährlich erzielt. „Dies entspricht zum einen einer Einsparung von fast 65 Tonnen klimaschädlichen CO²-Emissionen und zum anderen rund 30 000 Euro Stromkosten – und das in jedem Jahr“, gewinnt der technische Beigeordnete Christian Schweitzer dem Projekt ausschließlich Gutes ab.

Stadt-Anteil an Kosten amortisiert sich schnell

Die Kosten für den Austausch der Lampen belaufen sich auf etwa 220 000 Euro, wovon die Stadt einen Zuschuss in Höhe von knapp 200 000 Euro durch finanzielle Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) erhält. Bürgermeister Michael Heilmann ist froh, dass diese Maßnahme jetzt umgesetzt wird: „Dabei haben Politik und Verwaltung mit der Entscheidung im Sinne des Klimaschutzes aber auch des Haushalts der Stadt Hemer vorausschauend gehandelt. Schließlich wird sich der städtische Anteil innerhalb des ersten Jahres amortisiert haben.“

Nach Abschluss des Leuchtmittelaustausches, der bewusst größtenteils in die verkehrsärmere Ferienzeit gelegt wurde, wird in Hemeraner Straßenlaternen keine HQL-Lampe mehr zu finden sein. Ursprünglich waren diese „Stromfresser“ in 1360 von insgesamt 5300 Laternen installiert. Allerdings hat der Märkische Stadtbetrieb bereits in den zurückliegenden drei Jahren im Rahmen der Unterhaltung rund 840 HQL-Leuchtmittel sukzessive ersetzt. In den kommenden Jahren soll die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik durch den gezielten Austausch der jeweils verbrauchsintensivsten Leuchtmittel – noch vorhanden sind unter anderem Halogen- und Neonlampen - weiter vorangetrieben werden.