Ein krönender Abschluss!

Bildzeile: Beglückwünschten Jessica Kampmann zur bestandenen Prüfung (v.l.) mit der Bestnote „1“: Personalrat Felix Korn, Bereichsleiter Ulrich Muschiol und SIH-Vorstand Axel Raue.


Jessica Kamphans besteht Prüfung zur Forstwirtin mit Bestnote nach verkürzter zweijähriger Ausbildung – das SIH-Personalentwicklungskonzeptes trägt erste Früchte
Jessica Kamphans hat im Juni 2020 ihre Prüfung zur Forstwirtin bestanden: mit der Bestnote „1“. Das freut natürlich nicht nur Auszubildende, sondern auch jeden Arbeitgeber, so auch den Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer, bei dem sie ihre Ausbildung begonnen und sogar auf zwei Jahre verkürzt hat.

Mit dem Fachabitur in der Tasche stellte sich für Jessica Kamphans die Frage, die sich jeder einmal stellt oder gestellt hat: Was will ich werden? Welchen Beruf will ich ausüben? Nach der Antwort musste sie nicht lange suchen – sie fand sie im Wald. „Als Kind war ich schon immer viel mit meinen Eltern im Sauerland unterwegs. Ich habe den Wald dabei kennen und lieben gelernt. Die Ruhe. Die Kraft, die man für die Seele tanken kann“, empfindet Jessica Kamphans, „der Wald ist ein wertvolles und schützenswertes Gut. Dafür lohnt es sich zu arbeiten.“

Die Anforderungen, auch körperlicher Art, haben die Forstwirtin nicht abgeschreckt. Schmunzelnd gesteht sie aber ehrlich ein: „Nachdem ich die Berufsumschreibung gelesen habe, dachte ich mir, das schaffst du. In der Praxis begegnete ich dann aber auch Situationen, die wirklich sehr anstrengend waren. Die Kollegen haben mich aber nett aufgenommen und unterstützt.“ So hat sie dann auch Tricks, Kniffe und Techniken erlernt, mit denen Jessica Kamphans ihre perfekte Prüfung abgelegt hat.

SIH-Vorstand Axel Raue gratuliert dazu herzlich: „Jessica Kamphans hat in ihrer Ausbildungszeit hervorragende Leistungen erbracht. Dass sie mit der Bestnote abschließen könnte, war schon zu erkennen, dass sie es dann realisiert hat, freut uns umso mehr. Herzlichen Glückwunsch! Das Prüfungsergebnis zeigt, dass sich junge Frauen in einem körperlich fordernden Beruf einbringen und entwickeln können. Die Mitarbeiter des SIH sind stolz auf ihre junge Kollegin. Leider ist sie unserer letzte Auszubildende im Forstbereich. Dafür ist es aber ein krönender Abschluss.“ Denn: Die Zuständigkeit für den Bereich Forst wurde zum 1. Januar 2020 zurück zur Stadtverwaltung Iserlohn reorganisiert

Axel Raue freut sich aber besonders, dass dem SIH die Mitarbeiterin Jessica Kamphans erhalten bleibt. Wenn auch in anderer Position: Jessica Kamphans wird beim SIH nämlich ab dem 1. Juli als Baumkontrolleurin und Baumpflegerin eine Anstellung mit hohem Maß an Verantwortung erhalten. "Ich freue mich auf diese neuen Aufgaben und Herausforderungen. Auch wenn diese dann weniger im Waldstattfinden werden, bleibe ich mit den Bäumen ja verbunden", so Jessica Kamphans.

Und in der Baumkontrolle und –pflege ist beim SIH immer etwas zu tun. „Der SIH steht für die Verkehrssicherungspflicht aller städtischen Bäume in Iserlohn und Hemer. Immerhin sind das rund 30.000 Einzelbäume in den beiden Trägerkommunen“, so der SIH-Bereichsleiter Grün, Ulrich Muschiol. Er traut Jessica Kamphans diese wichtige Funktion für die Aufrechterhaltung der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ohne Bedenken zu und freut sich sehr, eine derart gut ausgebildete Fachkraft beim SIH halten zu können.

Für Raue eine klare Bestätigung: „Unser Personalentwicklungskonzept trägt erste Früchte! Eine Fortschreibung dieses Konzeptes, welches u.a. die zukünftige Fluktuation durch altersbedingte Nachbesetzungen berücksichtigt, aber auch die Abforderungen an die originären Aufgabenstellungen des SIH im öffentlichen Raum abbildet, wurde in den letzten Monaten erarbeitet.“ Ein Baustein dieses Konzeptes, das am 19. Juni dem Verwaltungsrat vorgestellt werde, sei der Wunsch und die Erkenntnis des SIH in Richtung des Verwaltungsrates, künftig die Berufsausbildung zum Gärtner, Fachrichtung Garten,- und Landschaftsbau, anzubieten. Damit könnten personelle Vakanzen durch eigens ausgebildete junge Arbeitskräfte besetzt werden, ohne den vom demografischen Wandel stark beeinflussten Arbeitsmarkt in Anspruch nehmen zu müssen.