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Christian Gernert

Stadtbildpflege Grünflächen, Spielplätze, Sportstätten, Winterdienst Gehwege
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Die dem SIH obliegende Unterhaltung der städtischen Grünflächen stellt auf Grund der Vielgestaltigkeit und der wechselnden und oft problematischen Rahmenbedingungen eine besondere Herausforderung dar.

Einerseits hat der Zustand des Straßenbegleitgrüns, der Parkanlagen und der  Freiflächen um städtische Gebäude und Einrichtungen eine große Außenwirkung und trägt zur Lebensqualität in den Städten bei, andererseits ist dieser Bereich unter dem steigendem Kostendruck der Kommunen auf Grund des weitgehenden Fehlens verkehrssicherheitsrelevanter Sachverhalte (Ausnahme Straßenbegleitgrün) stärker dem Wunsch nach Reduzierung des Aufwandes unterworfen als andere Sachgebiete.

Hinzu kommt eine hohe Witterungsabhängigkeit, die nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch im Jahresverlauf ständig zu Anpassungen und kurzfristigen Reaktionen zwingt.

 

Rasen- und Wiesenpflege

Während der Vegetationszeit ist dies einer der, wenn nicht der Haupt-Schwerpunkt in der Grünpflege.

Zu unterscheiden sind hier intensiv und extensiv gepflegte Rasenflächen.

Intensivflächen müssen je nach Wuchs i. d. R. spätestens alle 2 Wochen gemäht werden. Der SIH ist darauf durch detailliert ausgearbeitete Routenpläne und vielseitige Geräteausstattung (Groß- und Kleinflächenmäher, handgeführte Geräte in verschiedenen Ausführungen, Freischneider, etc.) eingerichtet.

Oft führen hier kleine Einflussgrößen wie Schlechtwetterperioden, Geräteausfälle oder Urlaubszeiten zu großen logistischen Herausforderungen.

Aus Kostengründen (Aufnahme, Transport und Entsorgung) wird das Mähgut bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Liegewiesen in Freibädern) nicht aufgenommen, sondern verbleibt stark zerkleinert auf den Flächen.

Als Extensivrasenflächen werden Bereiche bezeichnet, die im Jahresverlauf nur ein- bis einige Male gemäht werden. Oft sind diese Flächen von hoher ökologischer Bedeutung.

Auch hier werden stark das Schnittgut zerkleinernde, sog. Mulchmäher verwendet um die kostenintenisve Materialaufnahme und –entsorgung zu vermeiden.

Durch gezielten Einsatz von Spezialmaschinen, wie einem ferngesteuerten (Böschungs-)Mäher wird die Arbeit für die Mitarbeiter sicherer und vereinfacht.

 

Gehölzpflege

Neben dem auch in der Vegetationsperiode stattfindendem Pflege- bzw. Formschnitt an Hecken, Bodendeckerflächen und Rahmenpflanzungen werden umfangreichere Schneidearbeiten in der Regel in den Wintermonaten durchgeführt.

Der im Landschaftsgesetz NRW sowie im Bundesnaturschutzgesetz vorgesehene Schutzzeitraum vom 01.03. bis 30.09. wird hier zu Grunde gelegt. Ausgenommen sind lediglich Maßnahmen im Rahmen der Verkehrs-sicherung.

Diese spielt im Rahmen auch des sommerlichen Gehölzschnitts eine wichtige Rolle, da im Straßenverkehr hohe Anforderungen an das Freihalten von Sicht- und Bewegungsbereichen gestellt werden, daher werden auch im Sommer die Gehwege, sofern sie in städtischer Zuständigkeit liegen, genauso wie die sog. Sichtdreiecke für den Autoverkehr an Kreuzungen und Einmündungen freigehalten.

Zur Reduzierung der Entsorgungskosten und Rückführung von Ressourcen geht der SIH seit 2012 den Weg der energetischen Restholzverwertung, sprich anfallendes Schnittholz, dass nicht als Mulchmaterial zum Flächenschutz genutzt werden kann und dafür geeignet ist, wird als Brennstoff für Großverbraucher vermarktet.

 

Intensivflächen

Flächen, die auf Grund Ihrer Bedeutung im Stadtbild und/oder durch ihre Bepflanzung und Gestaltung besonders hohe Anforderungen an die Pflege stellen müssen intensiv gepflegt werden.

Hierunter fallen insbesondere Wechselbepflanzungen und Staudenflächen die hohen manuellen und damit kostenintensiven Einsatz erfordern.

Auf Grund des zunehmenden Kostendrucks wurden diese Flächen durch gezielte Schwerpunktsetzung in der Vergangenheit bereits reduziert, andererseits sind insbesondere durch die Landesgartenschau in Hemer im Jahre 2010 große Intensivbereiche hinzugekommen.

Der SIH ist bemüht, diese Flächen in ihrer Schönheit zu erhalten bzw. dort, wo es die Arbeitsverdichtung nicht mehr zulässt, im Sinne eines lebenswerten Stadtbildes Alternativen aufzuzeigen und umzusetzen.

Ein aus unserer Sicht sehr gelungenes Beispiel hierfür sind die vielgestaltigen Ansaaten mit Blumenmischungen, die einen guten Kompromiss zwischen einem belebenden Blühaspekt und dennoch kostengünstiger Erstellung und Unterhaltung darstellen.

 

Parkanlagen

Diesen in ihrer Bedeutung für Erholung und Lebensqualität nicht hoch genug einzuschätzenden Anlagen gilt besonderes Augenmerk.

Aushängeschilder sind hier z.B. das Seilerseegebiet in Iserlohn, der Volksgarten Letmathe oder der Friedenspark in Hemer.

Neben dem Versuch, die Anlagen in ihrer Gesamtkonzeption zu erhalten und dem Streben nach einem optimalen Pflegezustand wird hier versucht, die Arbeiten möglichst effektiv zu gestalten.

Teilweise Rückführung in extensivere Pflege dient hier zwar der Kostensenkung, schafft aber gleichzeitig als positiven Nebeneffekt ökologisch wertvolle Bereiche und fördert die natürliche Fauna und Flora.

 

Laubbeseitigung

Dieser jährlich wiederkehrenden Herausforderung wird mit konzentrierter Arbeitsorganisation in Zusammenarbeit mit der Stadtreinigung begegnet.

Optimierte Sammel- und Ladetechnik (Laubbläser und –sauger, spezielle Sammelgeräte und –aufbauten) kombiniert mit abgestimmter Logistik sind hier unabdingbar.

Zur Reduzierung der Entsorgungskosten und Bewahrung der ökologischen Bedeutung des Falllaubes verbleibt das Laub nach Möglichkeit in bepflanzten Flächen, bzw. wird von Rasenflächen dorthin verblasen.

Der SIH prüft derzeit, inwieweit alternative Verwendungen z.B. als Brennstoff oder zur Biogasgewinnung wirtschaftlich und sinnvoll einsetzbar sind.

Dies wird eine der Aufgaben für die Zukunft sein, es existieren bereit viel versprechende Ansätze.